
Die Zufallsbekanntschaft
Der Regen tropfte leise auf den nassen Asphalt und der Duft von Benzin in den Pfützen stieg mir in die Nase, als ich die U-Bahn durch das Gedränge der vielen Leute verließ. Es war ein verregneter Vorabend und der Klang der U-Bahn vermischt sich mit dem der Straßenmusikanten die an den Gehwegen standen und leise ihre Musik ertönen ließen. Die Sonne die sich jetzt langsam verabschiedete spiegelte ihren Schein in den Regentropfen die wie ein Orchester auf den Boden plätscherten wieder. Ich lies mich von diesen Klängen treiben und bemerkte zu spät das hinter mir jemand „Vorsicht, aus dem Weg!“ , rief. Und genau deshalb landete ich auch im hohen Bogen in einer Pfütze. „Sorry, Sorry, Sorry das wollte ich nicht! Hast du dir weh getan?“ , sagte ein Junge und schaute mich dabei fragend an. „Nein schon gut mir ist nichts passiert und außerdem habe ich auch gerade nicht aufgepasst.“ Der Junge lächelte „ Hi, ich bin Phillip und wie heißt du?“ „Ich heiße Louisa“, gab ich ihm mit einem Lächeln im Gesicht als Antwort. Man jetzt bemerkte ich erst wie süß er eigentlich war. Er hatte eine braune Haare mit einer typischen Skater Frisur und Schokoladenbraune Augen. Er streckte mir seine Hand aus und ich merkte das ich immer noch in der Pfütze saß. „Danke“ ,sagte ich. „ Keine Ursachen und als Entschuldigung das ich dich fast überfahren hätte lade ich dich ein. Ins Kino oder Essen, was du willst.“ „Ja gerne, aber leider habe ich heute keine Zeit. Und außerdem muss ich mich erst mal umziehen.“ „Klar, verstehe dann geb ich dir einfach meine Nummer. Melde dich einfach wenn du Zeit hast.“
Zu Hause angekommen rannte ich in mein Zimmer und zog mir erst mal etwas neues an. Ich schlüpfte in meine Jogginghose und ein T-Shirt das ich mir letzte Woche gekauft hatte.
Eine Stunde später stand auch schon meine beste Freundin Maike vor der Tür. Wir gingen in die Küche und weil meine Eltern nicht da waren erzählte ich ihr von meinem Erlebnis von heute Nachmittag. „Echt? Und wann willst du mit ihm ins Kino gehen?“, fragte mich Maike nachdem ich fertig erzählt hatte. „Ich weiß nicht… ich habe echt Angst noch mal versetzt zu werden.“ „Louisa, ich verstehe dich schon aber du musst irgendwann mal wieder anfangen den Typen zu vertrauen, es sind nicht alles solche Idioten wie Max.“ „Ich weiß, du hast ja recht.“ „Na dann ergreife die Chance und schreib Phillip jetzt eine SMS.“ „Jetzt?“, fragte ich. „Ja, jetzt!“ Und weil ich keine Lust hatte mit ihr darüber zu diskutieren schrieb ich Phillip eine SMS.
Hey Phillip, ich habe morgen Nachmittag Zeit, also wenn du auch Zeit hast können wir ja morgen ins Kino gehen.!? Louisa
Und nach kurzer Zeit erhielt ich auch schon eine Antwort.
Hey Loui, cool das du dich gemeldet hast. Klar hab ich morgen Zeit. Also 15:00 Uhr am Kino? Phillip
Okay, also dann bis Morgen. Louisa
„Ich würde mal sagen ich habe dann morgen ein Date“, sagte ich mit zu Maike. „Na also und jetzt vergisst du mal Max und schaust in die Zukunft.“ Jemanden aufzumuntern , sowas hatte sie echt drauf. Der Abend mit Maike verging schnell und schon war es Samstag.
Ich war schon 5 Minuten vorher am Kino. Ich war echt so nervös. „Hey Loui“ ich drehte mich um und da stand er. Phillip. Gut aussehend, gebräunt und mit einem unwiderstehlichem grinsen im Gesicht. „Hey Phillip, und in welchen Film wollen wir gehen?“ , fragte ich. Ich war echt froh das ich überhaupt ein Wort zustande gebracht hatte. „Wie wäre es mit Fluch der Karibik 4?“ „Gute Idee ich liebe diese Filme.“ „Echt? Ich auch.“ Wir beide mussten Lachen. Und plötzlich kam er näher und flüsterte mir zu :“Und dich liebe ich auch!“ Und dann küssten wir uns. Und mir war egal ob die Leute um uns alle stehen blieben und : „oooOooo“ riefen und mir war es plötzlich auch egal wie sehr Max mir damals wehgetan hatte. Ich wusste nur noch eins: „Phillip ich liebe dich auch!“
Maria
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